Imagekampagne »merkwürdig «
Die Welt ist merkwürdig. Vieles, was wir täglich sehen, erleben, in den Nachrichten hören, fordert uns zu einer Reaktion heraus. Aber wir sehen darüber hinweg, betrachten die
gesellschaftlichen Zustände als unveränderbar, die Globalisierung als zwangsläufige
Entwicklung, glauben an »Friedenstruppen« und »Kollateralschäden«. Oder?
Die Welt ist merkwürdig. Ständig geschehen lustige, originelle, bemerkenswerte Dinge.
Aber weil wir zu beschäftigt sind mit Arbeit, Sorgen und Alltag, sehen wir darüber hinweg.
Wir nehmen uns nicht die Zeit, das Besondere im Alltäglichen zu würdigen. Wir lassen uns
von absurder Werbung einwickeln. Wir nehmen uns nicht die Zeit, das, was um uns herum passiert, zu betrachten. Und aus ironischer Distanz auch mal darüber zu lachen. Oder?
Die taz ist merkwürdig. Das heisst: Sie ist anders als alle anderen. Sie ist unabhängig.
Sie funktioniert, sowohl als Unternehmen als auch als Publikation, anders als ihre
Mitbewerber. Sie ist respektlos, ironisch, wahrheitsliebend. Und: Sie bemerkt Dinge, die andere nicht sehen. Und hat dazu etwas zu sagen, das würdig ist, bemerkt zu werden.
In unserer Kampagne wurde das Merkwürdige aus seinem Zusammenhang gerissen,
verfremdet und damit bemerkbar gemacht. LeserInnen wurden aufgefordert einzuschicken, was sie für merkwürdig hielten. Mit diesen Einsendungen wurden die Motive der
Eigenwerbung ergänzt.
Anzeigen und Beileger in Wochentiteln wie »Die Zeit«, »Der Spiegel« und im eigenen Blatt
Direkt-Mailing, Postkarten, Merchandising-Produkte, Radiospot
Konzept und Umsetzung: Katrin Meyer in Zusammenarbeit mit Stefan Kuzmany,
Ulrike Sindlinger und Natasa Drakula